Nest - Tagebuch 2024 10.07.2024 Heute Morgen um 09:00 ist auch Gabo zu ihrem Jungfernflug gestartet. Völlig unaufgeregt und souverän flog sie an ihrem 73. Lebenstag los. Bravo! Gabo: Ausflug um 09.00 bis 10:12 Ausflug um 11:22 bis 13:15 Ausflug um 14:21 bis 14:26 kurzer Rundflug um 16:50 08.07.2024 Heute ist es endlich soweit … Maxi und Frankie/a haben sich getraut und heute Morgen ihren Jungfernflug absolviert. Maxi an seinem 73. Lebenstag und Frankie/a am 74. Lebenstag. Maxi: kurzer Rundflug um 09:11 kurzer Rundflug um 09:43 kurzer Rundflug um 10:16 kurzer Rundflug um 20:41 kurzer Rundflug um 21:04 Frankie /a: Ausflug um 10:33 bis 10:45 Wir alle hatten mit den Erstflügen eine Woche früher gerechnet. Nun hat das Wetter wohl gepasst und die zwei hatten den Mut, das erste Mal in ihrem Leben zu fliegen. Ulla und Edgar haben angefangen, die Futterportionen etwas zu kürzen. Wir hoffen, unsere drei Jungstörche noch eine Weile auf dem Nest begleiten und beobachten zu können. 24.06.2024 Unsere drei Jungstörche wachsen und gedeihen. Die Flugübungen nehmen zu, die ersten Luftsprünge sind zu sehen. Dem Alter entsprechend können wir in den nächsten 1 -2 Wochen mit den ersten Ausflügen ins Dreisamtal rechnen. Unsere Statistik zeigt, daß Ulla und Edgar im Durchschnitt pro Tag bis zu 17 Fütterungen vornehmen. Im Vergleich mit anderen Nestern ist das eine sehr hohe Quote. Bevor die Jungstörche ihre ersten Flüge unternehmen, werden die Futterrationen erfahrungsgemäß drastisch eingeschränkt. Dies dient dem Nachwuchs als Anreiz, das Nest zu verlassen und selbständig nach Futter zu suchen. Es bleibt also weiter spannend ! 14.06.2024 Die letzten Tage waren durchweg sonnig und die Jungstörche konnten sich prächtig weiter entwickeln. Sie haben sich nach ca. 3 Tagen an die Sender auf ihrem Rücken gewöhnt. Durch das jetzt enorme Wachstum der Deckfedern sind sie manchmal auch gar nicht mehr zu sehen. Seit ca. 4 Tagen werden öfter größere Beutetiere von Ulla und Edgar verfüttert. Die Wiesen im Dreisamtal konnten nun bei trockenem Wetter gemäht werden. Der Geruch einer frisch gemähten Wiese zieht die Störche zur Futtersuche an und Mäuse etc. sind in gemähtem Gras besser zu sehen und zu finden. Die Jungstörche fangen vermehrt mit Flugübungen an, um ihre Muskeln in Flügeln und Beinen zu stärken. 07.06.2024 Heute vormittag, gegen 10:00 Uhr konnten bei bestem Wetter unsere Jungstörche beringt und besendert werden. Alles geschah innerhalb von ca. 30 Minuten, und die drei Geschwister lagen wieder wohlbehalten in ihrem Nest. Für die Besenderung wurde jeder Jungstorch gewogen, vermessen und es wurden Federn für eine Geschlechtsbestimmung gezogen. Die Sender wurden im Laufe der Jahre immer leichter und leistungsfähiger. Durch Solarzellen laden sie immer wieder auf und können dadurch auch jahrelang Daten senden. Wir erfahren zum Beispiel, wo sie sich aufhalten, ob sie rasten oder sich im Flug befinden. Jahrelange Erfahrung hat gezeigt, daß sie die Störche in ihrem Leben nicht behindern. Ulla kam danach zuerst zurück zum Nest. Sie schaute auf ihren Nachwuchs und man sah ihr förmlich an, daß sie die Sender ins Visier nahm. Sie versuchte danach mehrfach, die Sender an den Antennen vom Rücken der Jungstörche zu ziehen. Die Jungstörche selbst versuchten auch, die Sender der Geschwister zu „entfernen“. Sicherlich sind diese erstmal Fremdkörper, an die man sich gewöhnen muss. Wir beobachten weiter, wie sie in den nächsten Tagen damit umgehen. 04.06.2024 Und wieder hat das Wetter zu Katastrophen auf vielen Nestern geführt. Seit Donnerstag, 30.05., hat es bis gestern Morgen, 03.06., unaufhörlich in Kirchzarten geregnet. Die Storchenküken haben fast vier Nächte lang sitzend den Wassermassen getrotzt. Die Temperaturen lagen nachts zwischen 10° und 12° Grad, also auch sehr kühl. Tagsüber wurden die drei Geschwister sehr gut mit Futter von den Eltern versorgt, daß den Stoffwechsel hochgehalten hat. Die Küken/Jungstörche scheinen die letzten Tage gut überstanden zu haben. Der neue Beringungstermin ist für Freitag, den 7.06.2024 geplant. 27.05.2024 Nach dem tragischen Verlust des 4. Küken ist wieder Ruhe auf dem Nest eingekehrt. Das Wetter ist sehr wechselhaft mit Sonne und Regen. Die drei Geschwister werden von den Elternstörchen bestens mit Futter versorgt und wachsen täglich. Seit ca. 3 Tagen werden die Kleinen tagsüber auch mal für kurze Zeit im Nest allein gelassen. Entweder um Fremdstörche zu vertreiben oder auch um weiteres Polstermaterial / Zweige zu holen. Geplant ist die Beringung der Küken am 3.06.2024. 17.05.2024 Ein katastrophaler Tag, nicht nur für das Storchennest in Kirchzarten. Seit gestern Abend haben über 24 Stunden anhaltende, ergiebige Regenfälle Gebiete von West- bis Süddeutschland heimgesucht. Wassermassen mit über z.T. über 100l/m² und Temperaturen um die 10° Grad haben in vielen Storchennestern nicht nur den Kleinsten zu schaffen gemacht. Die Elternstörche selbst waren so naß, daß sie den Nachwuchs nicht mehr wärmen oder zur Futtersuche ausfliegen konnten. Heute Mittag gegen 15:00 Uhr war zu sehen, daß Supermini schwer erkrankt ist. Durchdringende Nässe und Kälte haben sehr wahrscheinlich durch Auskühlen zu einer Lungenentzündung geführt, denen die Küken mit ihrem Daunenkleid nichts entgegensetzen können. Gegen 21:00 Uhr konnten wir keine Lebenszeichen mehr erkennen. Um die anderen Geschwister vor Infektionen zu schützen, hat Ulla gegen 23:22 Uhr das verstorbene Küken aus dem Nest entfernt. Wäre dieser heftige Dauerregen nicht gewesen, hätte auch Supermini beste Chancen gehabt, aufzuwachsen. Der kleine Kämpfer wird uns immer in Erinnerung bleiben 09.05.2024 Jetzt haben auch das zweit- und drittgeschlüpfte Küken im Alter von 11 und 13 Tagen in den frühen Morgenstunden ihren jeweils ersten Speilballen ausgespuckt. 07.05.2024 Die Küken haben die letzten Regentage bis jetzt gut überstanden. Ulla und Edgar bringen viel Wurmsalat mit, besonders für das Kleinste gut zu fressen. Ulla brachte am 05.05. noch einen Handschuh mit ins Nest. 03.05.2024 Das erstgeschlüpfte Küken hat morgens um 06:23 Uhr im Alter von 7 Tagen seinen ersten Speiballen ausgewürgt. Man konnte sehen, daß dieser Vorgang noch befremdlich für das Küken war. 01.05.2024 Alle Küken machen einen munteren, agilen Eindruck, auch das Letztgeschlüpfte. Um 07:51 Uhr brachte Ulla eine schwarze OP-Maske mit ins Nest … Vor dem Schlupf der Küken hatte Ulla bereits mehrere Stoff-Fetzen sowie ein Seil mitgebracht und im Nest verbaut. Die beiden Altstörche bringen nun immer öfter Wurmsalat für die Küken mit. 30.04.2024 Heute Abend gegen 21:30 Uhr hatte sich das 4. Küken aus der Eischale befreit. Da die Geschwister im Ruhemodus waren, konnte sich das Küken in der Nacht gut von den Strapazen erholen. Gegen 22:06 Uhr landete ein Fremdstorch auf dem Kirchendach, war wohl ein Versehen. 29.04.2024 Wir konnten beobachten, wie sich das 3. Küken gegen 09:00 Uhr heute Früh aus der Eischale befreit hat. Der Empfang der Geschwister war nicht sonderlich nett. Es wurde viel auf das frisch geschlüpfte Küken eingehackt. Im Laufe des Tages haben sich die älteren Geschwister ein wenig beruhigt. Wir hoffen, daß das 3. Küken zu Kräften kommt und gesund aufwachsen kann. Gestern, am 28.04. stellten wir fest, daß sowohl Ulla und auch Edgar mehrfach kein altersgerechtes Futter anboten. Meist wurden große Mäuse oder Maulwürfe ausgewürgt, mit denen die Kleinen nichts anfangen können. Sie können weder Stücke abreißen noch solche Brocken abschlucken. Wir hoffen auch da auf Besserung. 29.04.2024 Dreisamtalstörche teilte uns mit, das es nun 17 Nester im Dreisamtal gibt. 27.04.2024 Gegen 18:27 Uhr konnten wir das 2. geschlüpfte Küken sehen. Ulla hat fürsorglich sofort die Eierschalenreste entfernt. 26.04.2024 Am 24.04.2024 haben wir in einem Ei das erste Loch entdeckt. Nach ca. 36 Stunden hatte sich das Küken zu mehr als der Häfte aus der Eischale befreit. Heute gegen 19:34 Uhr gab Edgar den Blick frei auf das geschlüpfte Küken. 20.04.2024 In den Nachmittagsstunden umkreisten bis zu 6 Fremdstörche das Nest, einige flogen auch direkte Angriffe auf Ulla und Edgar, die beide im Nest waren. Sie konnten die Angriffe unbeschadet abwehren. 16.04.2024 Edgar flog um 20:05 Uhr in Richtung einer Tanne, links vom Nest gelegen. Dort schien es einen Kampf gegeben zu haben, man sah mehrere Störche fliegen. Um 20:07 Uhr kam er zurück mit einer blutenden Verletzung am Schnabel. Am nächsten Morgen scheint es ihm wieder gutzugehen. 10.04.2024 / An diesen Tagen wurden erst die brütende Ulla und dann auch der brütende 13.04.2024 Edgar mehrfach von Fremdstörchen angegriffen. Die beiden konnten ihr Nest und Gelege erfolgreich und ohne Schäden verteidigen. 05.04.2024 In der Nacht um 01:42 Uhr wurde ein Ei von Ulla an den Rand ihres linken Flügels geschoben und nicht mehr von ihr bebrütet. Um 01:44 Uhr hat Edgar das Ei an den vorderen Nestmuldenrand gerollt. 17 Stunden später, um 19:03 hat Edgar das Ei wieder zurück zu den anderen Eiern gerollt. Ulla hat es akzeptiert und nun werden wieder 5 Eier bebrütet. Ob nach so langer Zeit ohne Wärme noch eine Entwicklung im Ei stattfindet, bleibt abzuwarten. 16.03.2024 Dreisamtalstörche hat uns mitgeteilt, daß zur Zeit 14 Nester im Dreisamtal von Störchen / Brutpaaren bewohnt werden. 15.03.2024 Ulla und Edgar wurden gegen 21:00 Uhr mal wieder von einer Lichterscheinung vom Nest vertrieben und haben die Nacht auswärts verbracht. Morgens sind beide wieder wohlbehalten im Nest gelandet. 26.02.2024 Ulla und Edgar haben seit der Nestreinigung noch sehr viel mehr an Zweigen und weichem Polstermaterial für die kommende Brutsaison verbaut. Wir konnten seit dem 01. Januar bis heute ca. 132 Tretakte (Kopulationen) beobachten. 14.01.2024 Gestern Nacht um 22:51 Uhr wurden Ulla und Edgar von einem Laserpointer, Leuchtrakete oder Drohne erschreckt, so daß sie geflüchtet sind. 09.01.2024 Das Nest wurde heute gegen 14:00 Uhr von ehrenamtlichen Helfern des Bauhofes in Kirchzarten gereinigt und mit frischen Zweigen und Heu wieder hergerichtet. Auch die Webcam wurde gereinigt. Vielen Dank an die fleißigen Helfer! 06.01.2024 Gestern und auch heute sind die beiden damit beschäftigt, den Zustand des Nestes zu verbessern. Vorhandene Zweige werden neu arrangiert, es wird aber auch viel neues Material herangeschafft. 01.01.2024 Am gestrigen Silvester-Abend wurden Edgar und Ulla gegen 22:00 Uhr von Leuchtraketen aus dem Nest vertrieben. Heute Morgen sind sie kurz nach 08:00 Uhr wieder wohlbehalten ins Nest zurückgekehrt. Am Abend waren sie nach Ausflügen ins Dreisamtal zum Übenachten wieder da.
©Thomas Varadi
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